21. Januar 2026

Thementag Radiopharmazie

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Thementag Radiopharmazie: Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter besucht Innovationstreiber in Dresden und Radeberg

 

Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter hat sich im Rahmen eines Thementages „Radiopharmazie“ am 8. Januar 2026 am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) sowie bei den Unternehmen im Netzwerk nukliD® von der wachsenden Bedeutung der Radiopharmazie-Branche überzeugt. Gemeinsam mit Medienvertretern besichtigte er das Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung am HZDR mit dem Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung (ZRT) sowie die Firmen ROTOP Pharmaka GmbH und die Eckert & Ziegler Isotope Technologies Dresden GmbH in Dresden-Rossendorf. Danach ging es nach Radeberg zu den Firmen ABX advanced biochemical compounds GmbH, CUP Laboratorien Dr. Freitag GmbH und TRIMT GmbH.

Nach seinen Gesprächen mit Unternehmensvertreter*innen und Wissenschaftler*innen resümiert Minister Panter: „Investitionen in die Radiopharmazie lohnen sich mehrfach. Sie stärken das Innovationsökosystem und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Zudem entstehen neue, hochwertige Arbeitsplätze. Schließlich profitieren Patientinnen und Patienten von genauerer Diagnostik und wirksameren Therapien. Sachsen kann so zu einem europäischen Leuchtturm der Radiopharmazie werden.“

Der Thementag sorgte zum Jahresstart für mediale Aufmerksamkeit und politischen Rückenwind für das Cluster nukliD®, das im Januar 2025 im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer gegründet wurde.

In Deutschland erhalten jährlich rund 500.000 Menschen die Diagnose Krebs. Die Radiopharmazie entwickelt sich zur Schlüsseltechnologie in der modernen nuklearmedizinischen Krebsbehandlung. Der globale Markt für Radiopharmazeutika liegt aktuell im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Milliardenbereich (US‑Dollar) pro Jahr und wächst mit hoher einstelliger bis teils zweistelliger Rate deutlich über dem allgemeinen Pharmamarkt.

In Europa liegt der Radiopharmazie‑Markt grob in der Größenordnung von etwa zwei bis vier Milliarden US-Dollar jährlich und ist damit nach Nordamerika die zweitgrößte Region weltweit. Europa weist ähnlich wie der Weltmarkt hohe einstellige bis niedrige zweistellige jährliche Wachstumsraten auf. Wichtige Treiber sind eine alternde Bevölkerung, ein Forschungsfokus auf die Heilung von Krebs, der Ausbau nuklearmedizinischer Zentren und eine starke industrielle Basis (u. a. in Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich, Skandinavien und der Schweiz). Dem Raiopharmazie Cluster nukliD® kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Sachsen und Deutschland eine Spitzenposition in diesem wichtigen Wirtschaftszweig zu sichern. Das Besondere an Radiopharmaka ist, dass sie aufgrund ihrer Strahlung, die nur eine bestimmte Halbwertszeit aufweist, in räumlicher Nähe zu den nuklearmedizinischen Kliniken hergestellt werden müssen.

Zum Blog des SMWA: https://www.smwa.sachsen.de/blog/2026/01/08/strahlkraft-made-in-saxony-wie-sachsens-radiopharma-cluster-dem-krebs-den-kampf-ansagt/

© SMWA / Ronald Bonss

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